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Der heutige Tag

Es ist Fr. der 18.05.2012
Jahreszeit: Frühling
Sternzeichen: Stier

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  • 1848: Die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt am Main tritt als Ergebnis der Märzrevolution erstmals zusammen, somit existiert zum ersten Mal ein demokratisch gewähltes Parlament für Deutschland.

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  • Grünen die Eichen vor dem Mai, zeigt's, daß der Sommer fruchtbar sei.

Geburtstage

  • 92: Johannes Paul II. † Karol Józef Wojtyla war der bisher einzige polnische Papst der römisch-katholischen Kirche (1978–2005)

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Eiszeit

Wer am Sonntag in Brandenburg oder Sachsen bereits in der Frühe das Haus verlassen musste, hatte sich bei -5 bis -8 Grad hoffentlich passend angezogen, denn die Kaltluft aus Russland war bereits langsam in die östlichen Bereiche vorgedrungen. Im Westen lagen die Tiefstwerte nämlich noch meist zwischen +1 und -2 Grad. Die Nacht darauf war dann überall frostig, erste Orte im Osten registrierten Temperaturen unter -10 Grad. Auch tagsüber blieben am Montag die Temperaturen im Frostbereich, nur in Teilen Bayerns und Sachsens und in Rheinnähe wurden leichte Plusgrade gemessen. Dass sich die Kälte im Osten unseres Landes trotz Sonnenschein regelrecht eisig anfühlte, hatte mehrere Gründe. Sie war bereits recht trocken - am Nachmittag lag die relative Luftfeuchte bei etwa 45%. Spürbarer Wind, der mit etwa 5 Windstärken aus Westen blies, sorgte dafür, dass sich Mittagstemperaturen von etwa -5 Grad anfühlten wie -10 Grad (s. dazu auch im Wetterlexikon des DWD: "Gefühlte Temperatur")! In der vergangen Nacht zum Dienstag legte der Frost "noch eine Schippe drauf": im äußersten Westen war es mit -1 bis -5 Grad vergleichsweise "mild", denn im übrigen Deutschland war es mit -6 bis -12, örtlich sogar -16 Grad deutlich kälter. Da kann man sich bereits vorstellen, wie sich die Temperaturen tagsüber entwickeln.

Wer nun abschätzen will, wie kalt die nächsten Tage bei uns werden, sollte einen Blick auf Polen und den Westen Russlands werfen. Dort war es am Montag zwischen -4 und -10 Grad kalt - tagsüber!

Zu verdanken haben wir diese Kaltluft einem Hochdruckgebiet über Nordrussland und Sibirien, das eigentlich im Winter nicht ungewöhnlich ist - wir bezeichnen das als Russisches Kältehoch. Ungewöhnlich sind jedoch die Stärke (über 1065 hPa) und auch die Ausdehnung, zumal sich das Hoch nach Westen hin bis zu uns und nach Süden hin bis nach Griechenland erstreckt. Somit können wir auch in den nächsten Tagen weiterhin mit einer östlichen Luftströmung rechnen und damit für weitere Kaltluftzufuhr, denn solche Hochdruckgebiete gelten als äußerst stabil. Es bleibt allerdings nicht durchweg sonnig, wie man vermuten möchte, wenn man das Wort "Hochdruckgebiet" vernimmt. Vielmehr sorgen kleinere Tiefdruckgebiete, die sich in höheren Luftschichten abbilden, dann und wann für -meist leichte- Schneefälle.

Der Winter hat uns fest im Griff!



Dipl.-Met. Dorothea Paetzold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 31.01.2012

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